Abt Dr. Notker Wolf in Obergünzburg

Der emeritierte Abtprimas der Benediktiner hält einen Vortrag in Obergünzburg zum Thema "Wo bleiben die Christen, hat das Christentum ausgedient?"

am Freitag, 8. März 2019, 20.00 Uhr im Hirschsaal der Marktgemeinde Obergünzburg, Marktplatz 4.

Eine Veranstaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Obergünzburg. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Zum Thema: 

Wir, die Christen, haben ein Problem: Die Kirchenaustritte häufen sich in beängstigendem Maße! Gerade noch gut 50 % unserer Mitbürger bekennen sich zu einer christlichen Religionsgemeinschaft. Darauf nur mit Umorganisationen zu antworten, ist wohl der falsche Weg: Denn, unterstellt, diese Entwicklung schreitet fort, bleibt wohl irgendwann nichts mehr, um es umzuorganisieren. Und dann ist es aus mit einem christlich orientierten Leitbild in Deutschland!

Wer Abt Notker kennt, weiß, dass auch ihm diese Situation erhebliche Sorgen bereitet. Sie brennt ihm geradezu "unter den Nägeln". Er hat sich in seinen Auftritten in Funk und Fernsehen und seinen Büchern vehement der christlichen Sache angenommen. Dabei war er nie doktrinär, sondern hat immer nach Lösungen gesucht, die einen möglichst breiten Konsens in der Gesellschaft möglich machten. Egal, ob er dabei gelegentlich auch den Unmut derer herausforderte, denen seine Ansichten nicht ganz oder gar nicht "in den Kram" passten. Er behält stets unsere gemeinsame christliche, biblisch begründete Grundauffassung als Leitstrahl im Auge. Das ist für ihn selbstverständlich und Voraussetzung für uns, das Gespräch mit ihm zu suchen.

Zur Person:

Notker WolfDr. phil. Notker WoIf OSB, geb. 1940 in Bad Grönenbach/Allgäu, trat 1961 in die Erzabtei St. Ottilien ein, studierte Philosophie an der Päpstl. Hochschule S. Anselmo in Rom, Theologie und Naturwissenschaften an der LMU München. 1968 wurde er zum Priester geweiht und 1971 als Dozent an die Benediktinerhochschule S. Anselmo nach Rom berufen. 1977 wurde er zum Erzabt von St. Ottilien gewählt und damit auch zum Abtpräses der weltweiten Ottilianer Benediktinerkongregation. 1m Jahre 2000 wurde er zum Abtprimas der Benediktinerkonföderation gewählt, 2008 und 2012 nochmals für je weitere vier Jahre. 2016 ist er wieder in die Erzabtei St. Ottilien zurückgekehrt. Daneben ist er Autor mehrerer Bestsellerbücher. Seine Hobbies sind Querflöte, E-Gitarre und Sprachen.